Trennung von Ersatzbrennstoff für eine umweltfreundliche Energiegewinnung 

Laut Statistischem Bundesamt sind im Jahr 2019 mehr als 50 Millionen Tonnen Industrie- und Gewerbeabfälle in Deutschland angefallen. Das stellt eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Ein großer Teil dieser Abfälle wird auf Deponien eingelagert. Auch die Verbrennung in der Müllverbrennungsanlage stellt eine beliebte Entsorgungsmethode dar. Allerdings gibt es auch Formen, um die Abfälle nutzbar zu machen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, Energie aus ihnen zu gewinnen und sie für die Zementerzeugung zu nutzen. Gewerbe- und Industrieabfälle eignen sich hierfür ausgezeichnet.

Zahlreiche Abfälle enthalten viel Energie

Für die meisten Menschen stellt Müll einen wertlosen Gegenstand dar, bei dem es lediglich darum geht, ihn möglichst schnell zu entsorgen. Allerdings sind die Abfälle häufig nicht ganz so wertlos, wie es auf den ersten Blick wirkt. Viele der Stoffe, die nicht mehr benötigt werden, enthalten viel Energie. Im Müll sind beispielsweise Kunststoffe, Papier, Holz und einige weitere Materialien enthalten, die sich als Brennstoff nutzen lassen. Das kann sich nicht nur finanziell auszahlen. Darüber hinaus profitiert davon die Umwelt. Zum einen ist es in diesem Fall nicht notwendig, den Abfall in Deponien einzulagern. Deshalb wird die Landschaft dabei nicht verschmutzt. Zum anderen ist es mit dieser Energie möglich, fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die entsprechenden Materialien werden als Ersatzbrennstoff bezeichnet.

Trennung der Abfallstoffe ist sehr wichtig

Die Abfälle als Brennstoff zu verwenden, stellt keine grundsätzlich neue Idee dar. Diese wird bereits seit Jahrzehnten in Müllverbrennungsanlagen umgesetzt. Dabei werden die Abfälle jedoch in der Regel unsortiert verbrannt. Da darin jedoch auch viele nicht brennbare Stoffe enthalten sind, führt das dazu, dass der Verbrennungsprozess nicht optimal ablaufen kann. Das schränkt die Einsatzmöglichkeiten stark ein. Deshalb ist es sehr wichtig, die brennbaren Stoffe zuvor abzusondern. Das ermöglicht einen besseren Verbrennungsprozess und damit viele zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten.

Die Sortierung wird hierbei in der Regel anhand der Dichte der Stoffe vorgenommen. Leichte Materialien wie Papier oder Kunststoff sind normalerweise brennbar, während schwere Stoffe wie Metall oder Glas nicht für die Verbrennung geeignet sind. Bei den meisten Abfällen sind jedoch nur rund 20 Prozent leichte Stoffe enthalten. Bei der großen Mehrheit von 80 Prozent handelt es sich um schwere Abfälle. Das zeigt auch, wie wichtig die Sortierung ist, da sich der größte Teil der Abfälle nicht für die Energiegewinnung eignet. Die schweren Abfälle lassen sich jedoch häufig auf andere Weise wiederverwerten. Beispielsweise ist es nach dieser Vorsortierung deutlich einfacher, Metalle oder Glas abzusondern und diese Stoffe dann zu recyceln.