Ein Scherbenhaufen hat auch sein Gutes! Beim Thema Recycling ist Glas ein dankbarer Rohstoff. Nicht nur, dass Glas mit am längsten in der Kreislaufwirtschaft wiederverwertet wird, auch die Effizienz des Glasrecyclings lässt andere Branchen neidisch herüberblicken. Glas lässt sich zu 100 % wiederverwerten, ist beliebig oft einschmelzbar und spart dabei, im Vergleich zur Erstherstellung, viel Energie. Laut DUH sank der Energieeinsatz bei der Glasherstellung in den vergangenen 50 Jahren um rund 77 %. Dies dank moderner Technologien und erfolgreichem Glasrecycling. Hierbei liegt der Fokus auf dem Einsatz als Lebensmittelverpackung, d.h. der Verwendung als Flasche oder Konservenglas.

Altglasaufbereitung mit hoher Recyclingquote

Die Altglasaufbereitung in Deutschland ist der Musterschüler. Finden gesammelte Glasverpackungen wie Flaschen oder Konservengläser ins Recycling, können bei Weißglas 60 %, bei Grünglas 90 % recycelte Glasscherben in das neue Produkt einfließen. Der restliche Anteil sind Sand, Soda, Kalk, Dolomit und Feldspat. Laut dem Bundesverband Glasindustrie e. V. gibt es in Deutschland rund 300.000 Glascontainer und die Recyclingquote lag 2018 bei 83 %. Somit bestanden 83 % der Behälterglasverpackungen aus recyceltem Glas. Um wirklich das Optimum aus den Einwürfen in den Glascontainern zu gewinnen, wird zum Beispiel Windsichtertechnik von TRENNSO-TECHNIK erfolgreich eingesetzt. Der Windsichter ZZS hat in der Aufbereitungstechnik des Glasrecyclings eine wichtige Aufgabe. Er sorgt für eine effiziente Organik-Abreicherung und hilft so, die nachfolgenden Prozessschritte und Qualitäten zu optimieren.

Windsichter ZZS: Fremdstoffe aus Glas sortieren ist seine Passion

Glas oder nicht Glas, das ist hier die Frage! In der Aufbereitungstechnik wird ein Windsichter ZZS als Organikabscheider eingesetzt, um die Effizienz des Glasrecyclings zu optimieren. Organikbestandteile wie Folien, Papier, Staub, Leichtkunststoffe oder Korken werden durch die Windsichtung aussortiert. Durch das von TRENNSO-TECHNIK eingesetzte Trockentrennverfahren wird als Arbeitsmedium reine Luft verwendet. Im Umluftbetrieb gefahren, ist eine Windsichtereinheit somit aus nachhaltiger Sichtweise eine umweltschonende Anlage, die den Umweltgedanken des Recyclings konsequent weiter abbildet.

Den Windsichter ZZS in Action bei der Trennung von Glas und Organik sieht man hier im Video oder schematisch in der Animation.

Im Luftstrom durch den Zick-Zack-Sichter

Über eine Zellenradschleuse gelangt das Trenngut in den Zick-Zack-Sichter. Hier wird es über den gesamten Sichtkanalquerschnitt verteilt und gerät in den Luftstrom. Die vom Gebläse erzeugte Sichtluft durchströmt den Sichter von unten nach oben, wobei das Schüttgut durchblasen und separiert wird. An jedem Knick des Sichterkanals muss das Produkt den Luftstrom durchqueren und prallt danach auf die gegenüberliegende Sichterwand auf. Dabei sinkt das Material mit höherer Dichte in Folge der Schwerkraft im Sichterkanal nach unten. Leichtgut wird im nach oben gerichteten Luftstrom aus dem Sichterkanal abgesaugt. Die Luftgeschwindigkeit des Gebläses wird mittels Frequenzumrichters geregelt. Abgeführte Luft mit der separierten Organik wird über einen Zyklonabscheider gereinigt.