Eier – Verbundwerkstoff der Natur

Eier sind ein beliebtes Nahrungsmittel in Deutschland. Pro Kopf verzehren wir Deutschen im Jahr rund 236 Eier (Quelle: Statista). Und da sind Eier, die Nahrungsmittelhersteller für uns einsetzen, noch nicht berücksichtigt. 2019 wurden in Deutschland rund 15 Milliarden Eier produziert (Quelle: Statista). Aber selbst das deckt nicht mal unseren Gesamtbedarf, Importe z. B. aus den Niederlanden sind nötig. Und was fällt bei einem Ei als vermeintlicher Abfall an? Die Eierschale. Bei (Hobby)Gärtnern als Dünger beliebt, sind 15 Milliarden Eierschalen doch etwas viel des Guten. Was macht man also mit dem großen Rest?

Ei trennen mal anders

Nicht nur Hausfrauen und Köche wissen, eine Eierschale besteht grob aus zwei Komponenten: der harten Schale und einer weichen, innenliegenden Membran. Genau das macht die Sache interessant - für die Kosmetik- und Pharmaindustrie und für Maschinen von TRENNSO-TECHNIK. Denn hier kommt unsere Expertise in Sachen Trennen und Sortieren dieses Verbundwerkstoffes zum Einsatz. Für die weitere Verwendung muss eine Trennung der Schale von der Membran erfolgen.

Was kann eine Eierschalenmembran?

Sie ist dünn, unscheinbar, weiß und klebt gerne mal beim Frühstück am Finger. Doch hat die Eierschalenmembran auch einen Nutzen? Analysen zeigen, dass diese proteinreiche Membran hochwertige Inhaltsstoffe für die Kosmetik- und Pharmaindustrie enthält. Daher ist sie begehrte Quelle für Hyaluronsäure, Chondroitin und Kollagen. Diese Inhaltsstoffe begünstigen die Kollagenbildung und Knorpelfunktion, unterstützen damit unsere Gelenke und weitere, dem ständigen Abbau unterliegenden Körperfunktionen. Eine saubere Gewinnung der Eierschalenmembran ist also ein Ziel.

Eierschale: Die Batterie der Zukunft?

Und was wird aus der Eierschale? Neben dem Einsatz als Dünger oder begrenzt lustigem, saisonalen Dekoartikel, kann nach einer erfolgversprechenden Studie vielleicht bald die große Stunde der Eierschale schlagen. Auf der Suche nach neuen Quellen für umweltfreundliche Batterietechnologie hat das Helmholtz-Institut in Ulm erstmals Eierschalen als Elektrode für Energiespeicher genutzt. Ganze, gemahlene Eierschalen ergaben ein leitfähiges Material, das Hoffnung auf einen kostengünstigen Lithium-Ionen-Kondensator macht. Natürlich ist noch weitere Forschung nötig, aber ein Grundstein ist gelegt. Quelle: siehe Textende