Gold stellt einen der teuersten Rohstoffe dar. Viele Menschen denken bei diesem Begriff zunächst an wertvolle Schmuckstücke. Darüber hinaus kommt Gold jedoch auch in großen Mengen in der Elektronikindustrie zum Einsatz. Insbesondere für die feinen Kontakte der Computerchips eignet sich dieses Material hervorragend. Viele Menschen gehen davon aus, dass dies daran liegt, dass Gold eine ausgesprochen hohe Leitfähigkeit aufweist. Das trifft jedoch nicht zu. Die Leitfähigkeit ist zwar hoch, doch ist sie geringer als bei Kupfer oder Silber. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass Gold ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber der Oxidation ist. Bei anderen Materialien bildet sich schnell eine Oxidschicht, die die Signalübertragung bei den winzigen Kontakten beeinträchtigt. Aus diesem Grund stellt Gold hierbei einen unverzichtbaren Werkstoff dar, der in beinahe allen Computerchips zum Einsatz kommt.

Goldabbau in der Natur: teuer und umweltschädlich

Die traditionelle Vorgehensweise, um Gold zu gewinnen, besteht im Abbau in der Natur. Diese hat jedoch schwere Folgen für die Umwelt. Hierfür werden häufig ganze Berge abgetragen, sodass Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum verlieren. Darüber hinaus kommen dabei sehr giftige Chemikalien zum Einsatz. Immer wieder ist zu lesen, dass diese in die Umwelt austreten und ganze Landstriche verseuchen.

Rückgewinnung aus Elektroschrott – eine lohnenswerte Alternative

Aus diesen Gründen ist es wichtig, alternative Quellen für die Gewinnung von Gold zu finden. Hierfür bietet sich die Nutzung von Elektro- sowie Elektronikschrott an. Die Lebensdauer von Computern, Smartphones und ähnlichen Geräten ist meistens auf wenige Jahre begrenzt. Danach werden sie entsorgt. Bislang kommt es dabei jedoch nur selten zu einem umfassenden Recycling. Dabei wäre dies sehr lohnenswert. Schätzungen gehen davon aus, dass in einem Kilo alter Smartphones rund 0,25 Gramm Gold enthalten sind. Das hört sich zwar nicht allzu viel an. Wenn Sie jedoch beachten, dass für die gleiche Menge rund 60 kg Golderz notwendig sind, wird deutlich, dass sich das Recycling auch finanziell lohnen kann. Wenn es sich dabei um reine Computerchips handelt, die bereits sortiert sind, ist der Ertrag nochmals deutlich höher.